Gemeinschaftspraxis Dr. med. Dieter Rixen Dr. med Angela Stöß Martina Welge
         
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Säure – Basen- Haushalt
Zuckerfreie und kohlehydratarme Kost
Ketogene Ernährung
Gute Ernährung nicht nur bei Krebs
Buch- und Internetempfehlungen
Ketogene Grundprodukte
 
 

Zu diesem Thema gibt es viele Ratschläge: von iss weiter wie bisher; iss, was dir schmeckt; iss vegetarisch oder faste. Viel geeigneter sind differenzierte Empfehlungen nach Coy, Budwig, Fryda, Breuss, Prof. Kämmerer, Logi, Atkins, Metabolic Balance etc.

Die wichtigsten Aspekte bei der Krebsernährung sind: a) der Säure-Basen- Haushalt,  b) der Zucker und c) die Ketogene (Energiegewinnung aus guten Fetten).

 
 

Säure – Basen- Haushalt

Der Krebs wächst und verbreitet sich im sauren Milieu (s.u.).
In diesem Milieu funktionieren die natürlichen Krebsabwehrmöglichkeiten unseres Körpers nicht mehr: Die Funktion der Killerzellen aus der Thymusdrüse (Bries) und die Selbstzerstörungsfähigkeit kranker Zellen (=Apoptose/Spontanheilung)  sind ausgeschaltet.
Es ist es wichtig, den eigenen Säure- Basen-Haushalt zu kennen und messen zu können sowie zu wissen: welche Nahrung säuert und welche macht den Körper basisch.

 
 

Zuckerfreie und kohlehydratarme Kost

Krebszellen ernähren sich vornehmlich von Zucker (Glukose), den der Stoffwechsel des Körpers in erster Linie aus Kohlehydraten der Nahrung gewinnt. Die Verarbeitung der Zuckerenergie in den Krebszellen erfolgt nicht wie normal mit Hilfe des Sauerstoffes O2, sondern vornehmlich durch Vergärung. Das Endprodukt der Vergärung ist linksdrehende Milchsäure, also Übersäuerung der Umgebung des Tumors.

Übrigens kann der Körper auch dadurch Energie gewinnen, dass er Muskeleiweiß  in Zucker (Glukose) verwandelt. Hierdurch kommt es bei Tumorpatienten zu der gefürchteten Auszehrung (= Kachexie), die unbedingt zu vermeiden ist.

Zu viel Zucker produziert zu viel Insulin in der Bauchspeicheldrüse. Krebszellen besitzen auf ihrer Oberfläche etwa 6- bis 10-mal so viele Insulinrezeptoren wie gesunde Zellen und können entsprechend viel Zucker mit Hilfe des Insulins in sich aufnehmen. Für die Ernährung bedeutet dies: keine raffinierten Zucker, keine Weißmehlprodukte und übliche Süßigkeiten. All diese Zucker sind sogenannte schnellresorbierbare Kohlehydrate, die den Blutzucker­spiegel sehr schnell ansteigen lassen – und damit auch den Insulinspiegel mit den zuvor genannten Konsequenzen. Außerdem haben wir in kurzer Zeit wieder Heißhunger. Wenn Sie Kohlehydrate verzehren, dann eher Vollwertbrot, besonders aus Brotsorten, die basisch sind wie z.B. Dinkelvollkornbrot, Amaranth usw.

In unserer Praxis können Sie eine Liste der wichtigsten sogenannten schnellen Kohlehydrate bekommen.

 
 

Ketogene Ernährung

Es ist wichtig, die zum Leben notwendigen Kalorien auch aus guten Fetten und Ölen zu gewinnen (Omega-3-Fette wirken antientzündlich im Gegensatz zu Omega-6-Fettsäuren).
Das Abbauprodukt, das unser Stoffwechsel den einzelnen Körperzellen (zur Energie­gewinnung in den Mitochondrien der Zellen) aus Fetten und Ölen zur Verfügung stellt, heißt Keton.
Die natürliche Stoffwechselsituation unserer Vorfahren als Jäger und Sammler war ketogen. Auch die erste Nahrung als Säugling, die uns über die Muttermilch so gut gedeihen ließ, ist vornehmlich ketogen (das Colostrum).

Ketone im Blut oder Urin sind wie auch die Glucose (Zucker) mit Sticks leicht zu messen, ebenso der Säure-/Basenwert im Urin.

 
 

Gute Ernährung nicht nur bei Krebs

Um es sich nicht zu schwer zu machen oder sich von den etwas unterschiedlichen Aspekten und Ansichten der Ernährungswissenschaftler verwirren zu lassen, scheint es mir am einfachsten zu sein, sich eine Positivliste von guten Nahrungsmitteln zusammenzustellen und zunächst nur diese einzukaufen und zu verzehren.

Allgemein gilt: Die Nahrung soll frischkostbetont und ökologisch sein, ohne die 800 zugelassenen Pestizide oder Schwermetalle.

Eine gute Ernährung, nicht nur bei Krebs (sondern auch nuanciert bei vielen anderen chronischen Erkrankungen) bedeutet:

  • gutes und viel Wasser oder Kräutertee
  • viel frisches Gemüse ökologisch, stärkefrei , als Frischkost oder kurz gedünstet
  • Pflanzenöle mit viel Omega-3-Fetten wie Leinöl, Hanföl, Rapsöl, Walnussöl, Olivenöl und Kokosöl
  • Nüsse: besonders Mandeln, Paranüsse, Hanfnüsse, Kokosnüsse
  • Pilze: alle außer Shiitake
  • Milchprodukte: Sahne, Käse, Butter (ökologisch)
  • Fleisch: aus ökologischer Tierhaltung; freilaufende Weidetiere produzieren mehr gesunde entzündungshemmende Omega-3-Fette und weniger Omega-6 Fette

  • Fisch: alle Sorten, nicht zu viel Meeresfische (Quecksilberbelastung)

 

Gleichzeitig ist bei der Zusammenstellung eines Menüs darauf zu achten, dass die Gesamtmahlzeit basisch ist (siehe Tabellen aus Säure/Basenhaushalt).

  • Süßes: wer gerne Süßes isst, kann dieses auch weiter tun, aber die Süße darf dann nicht mehr herkömmlicher Zucker sein oder aus Kohlehydraten/Getreiden stammen. Sinnvolle natürliche Süße gibt es in Form von z. B. Stevia, Xylit, Cyclamat, Sacharin usw. Ich (Dr. Rixen) probiere zurzeit eine Mischung aus Stevia und Xylit 1:1. Hier entspricht ein Teelöffel auch der Menge eines Teelöffels herkömmlichen Zuckers. Somit können Backrezepte mit herkömmlichem Zucker in der Mengenanwendung leicht nachgebacken werden. Anstelle von üblichem Mehl können z. B. Mandelmehl, Hanfmehl, Kokosmehl, Sojamehl o.Ä. verwendet werden.
  • Fasten: kann unter Anleitung sinnvoll sein, wenn genug Reserve an Körperfett da ist. Beim Fasten und gleichzeitigem Muskelaufbau kommt man in eine ketogene Stoffwechsellage. Fasten birgt die Gefahr der Schwächung des Gesamtkörpers und kann besonders bei fortgeschrittenen Krankheitsbildern sehr nachteilig sein.
  • Bewegung: Sich viel bewegen, spazieren oder anders sportlich sein, ist sehr wichtig. Hier heißt es, auf den eigenen Körper hören, sich nicht zu sehr schonen, aber auch nicht unnötig zu erschöpfen.

 
 

Buch- und Internetempfehlungen

Dr. Johanna Budwig: Öl-Eiweißkost, Verlag Sensei, 71394 Kernen, ISBN 978-3-932576-64-5

Coy/Franz: Die neue Anti-Krebs Ernährung (mit dem TKTL 1 Stoffwechselweg der Vergärung), Verlag GU, ISBN 978-3-8338-1663-5
Dazu: www.tavarlinshop.de als Versandhandel vieler ketogener Produkte

Prof. U. Kämmerer et al: Krebszellen lieben Zucker – Patienten brauchen Fett, Verlag systemed, ISBN 978-3-927372-90-0

Als kurze, sinnvolle und preiswerte Grundlagenbroschüre:
Ketogene Ernährung bei Krebserkrankungen, Verlag systemed

Als Praxisbroschüre für diejenigen, die gerne backen und Süßes essen: Rezepte zur Unterstützung einer ketogenen Ernährung für Krebspatienten, mit Internetadressen, Verlag systemed

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Ketogene Grundprodukte

Internetanbieter für Sport-/ Bodybuilder-Nahrung liefern Mandelmehl, Sojamehl, Leinöl etc.
Z. B. www.my-low-carb.de oder www.lowcarbwelt.de oder oelmuehle-solling.de