Gemeinschaftspraxis Dr. med. Dieter Rixen Dr. med Angela Stöß Martina Welge
         
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Hyperthermie
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Hyperthermie
 
 
 

 
 

Die Durchführung der lokalen Tiefenhyperthermie im Zusammenhang mit Strahlen- oder Chemotherapie kann die Heilungschancen bei Krebserkrankungen deutlich erhöhen - ohne ein nennenswertes zusätzliches Behandlungsrisiko. Unsere Erfahrungen mit über 2.000 Behandlungen sowie die mittlerweile tausendfache Durchführung im nationalen und internationalen Wissenschaftsbereich bestätigen die gute Verträglichkeit dieser Therapiemethode.

Wir erleben leider immer wieder, dass einzelne Ärzte/Professoren, die mit dieser Methode nicht vertraut sind, eine ablehnende Haltung gegenüber der Hyperthermie entwickeln. Meist sind es mangelndes Wissen, Eitelkeiten, geringe Flexibilität oder Engagement, die der zusätzlichen Chance durch diese Behandlung im Wege stehen.
Die lokale Hyperthermie bringt keine weitere Belastung für den Körper - im Gegenteil: Sie schützt die Haut sogar gegen schädigende Nebenwirkungen der Strahlentherapie.

Wie wird die loko-regionale Hyperthermie durchgeführt?

Bei der loko-regionalen Hyperthermie wird die Wärme nur regional und direkt auf das vom Tumor betroffene Gewebe oder Organ geleitet - ganz im Gegensatz zur Ganzkörperhyperthermie, bei der eine Überwärmung des gesamten Körpers erfolgt.

Ein schwenkbarer Applikator wird auf die betroffene Tumorregion positioniert. Die computergesteuerten modulierbaren Kurzwellen
(= Radiowellen-Frequenz 13,56 MHz) bündeln sich ausschließlich im Tumor. Hier entstehen Temperaturen von 42-45 °C. Eine Therapiesitzung dauert 50-60 Minuten.


Quelle: www.hot-oncotherm.de

Für welche Krebsarten ist die loko-regionale Hyperthermie geeignet ?

Die loko-regionale Hyperthermie wird vor allem bei lokal begrenzten, oberflächlichen und tiefliegenden Tumoren und Metastasen eingesetzt, z.B.:

  • gynäkologische Tumore wie Brust- und Unterleibskrebs
  • Kopf- und Halstumore (HNO-Tumore )
  • Lungen- und Lebertumore bzw. Metastasen
  • Bauchspeicheldrüsen- und Gallenkrebs
  • Magen-, Darm-, Blasen- und Prostatakrebs
  • Lymphknoten-Metastasen und örtlich begrenzte Lymphome
  • Hirntumore
  • Bindegewebe-/Hauttumore (Sarkom/Melanom)

Bei einigen Krebsarten wird der Tumor zunächst durch eine Hyperthermiebehandlung verkleinert und der Rest anschließend operativ entfernt. Dadurch will man risikoreiche, verstümmelnde Operationen verhindern.


Wie wirkt die loko-regionale Hyperthermie?

Die Erhitzung des tumorösen Gewebes bis auf 45 °C führt zu einem Hitzestau. Angrenzendes gesundes Gewebe kann die Wärme leicht abführen, indem es seine Durchblutung um das Sechsfache steigert - eine Fähigkeit, die das Tumorgewebe nicht besitzt.

Als Folge des Hitzestaus kommt es zu einer Unterversorgung der Tumorzellen mit Sauerstoff und zur Nährstoffverarmung im Tumor. Ebenfalls fallen durch die thermische Schädigung wichtige lebensnotwendige Reparatursysteme der Zellen aus. Es kann zum Absterben von Tumorzellen kommen.

Neuere Untersuchungen haben ergeben, dass Krebszellen bei einer Erwärmung auf 42 °C im Gegensatz zum gesunden Gewebe besonders charakteristische Eiweißstrukturen auf ihrer Oberfläche bilden. Diese Eiweißstrukturen (z.B. HSP72), man nennt sie auch Hitzeschockproteine, aktivieren die natürlichen Killerzellen aus der Thymusdrüse = Bries des körpereigenen Abwehrsystems zum Angriff auf die Tumorzellen. Damit wirkt die Hyperthermie nicht nur durch die thermische Schädigung, sondern auch durch die Stimulierung des Immunsystems.

Das von uns verwendete Gerät der Firma OncoTherm erzeugt ein elektromagnetisches Feld. Dieses stört die Kommunikations- und Teilungsprozesse der bösartigen Zellen (= Beeinträchtigung der Depolarisationsströme und des Kaliumionenaustausches). Die Zellteilung kann so verhindert werden.


Quelle: www.hot-oncotherm.de


Hyperthermie in Kombination mit onkologischen Standardmethoden

In klinischen Studien wurde festgestellt, dass viele Zytostatika (Chemotherapiesubstanzen) bei Temperaturen zwischen 42 - 44 °C deutlich aggressiver wirken als bei normaler Körpertemperatur. Darüber hinaus sind die thermisch schon vorgeschädigten Tumorzellen viel leichter durch die Chemotherapie zu bekämpfen. So sind es zurzeit neunzehn verschiedene chemotherapeutische Substanzen, die in Kombination mit dieser Wärme eine additive Wirkung haben; sechs Substanzen besitzen sogar eine potenzierende Wirkung.

Die Dosis der Chemotherapie in Kombination mit der Hyperthermie kann aufgrund ihrer höheren Effektivität zurzeit niedriger sein. So lassen sich Nebenwirkungen wie Haarausfall und Übelkeit, die den Patienten häufig psychisch und physisch stark belasten, vermeiden. Selbst ein Tumor, der gegen Chemo- und Strahlentherapie resistent war, kann nach einer Hyperthermiebehandlung auf diese Therapien wieder ansprechen.

Eine lokale Tiefenhyperthermie in Kombination mit einer Strahlentherapie kann die Wirkung derselben erheblich verstärken. So konnte zum Beispiel in einer Phase-3-Studie mit insgesamt 230 Patientinnen mit Cervixcarcinom (= Gebärmutterhalskrebs) in den Niederlanden gezeigt werden, dass die 3-Jahres-Überlebensrate im Vergleich zu alleiniger Strahlentherapie um fast 90 % gesteigert werden konnte. So ist die Tiefenhyperthermie beim Cervixcarcinom in Holland die Standardbehandlung und wird von den Krankenkassen bezahlt.


Hyperthermie in Kombination mit einer Immuntherapie

Es liegen Studien und viele Erfahrungsberichte über die Kombination mit einer biologischen Krebstherapie vor. Das heißt, auch ohne die Kombination von Chemo-/Strahlentherapie sind Erfolge möglich und Behandlungen sehr sinnvoll. So konnte z.B. gezeigt werden, dass bei Lebermetastasen, vom Dickdarmkrebs ausgehend, die Hyperthermie der alleinigen Chemotherapie überlegen sein kann. (Quelle: Dr. Dr. Hager, Anticancer Research 19/1999, 3403-3408)

Neben Deutschland, dem europäischen Ausland und den USA wird diese Methode mit Radiowellen in Japan und China praktiziert.